Dekorationsbild: Kursleiterin mit Teilnehmern, Gebäude einer Volkshochschule
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Kulturunterschiede zeigen sich auch in der Handwerkskunst. Unterschiedliche Materialien durch unterschiedliche klimatische Bedingungen und Herstellungsverfahren ließen unterschiedliche handwerkliche Techniken mit dem Geist der jeweiligen Epochen entstehen.

Sie können sich diese Unterschiede handwerklich erarbeiten und vor Augen führen, grundlegende Techniken kennenlernen, die es so nur in Asien oder in Europa gibt. Sie lernen zwei leimlose Bindetechniken mit den landesüblichen Papieren kennen, dem Japanpapier und dem Europäischen Hadernpapier, und Sie erfahren etwas über die Papiergeschichte und Papierherstellung in Asien und Europa. Nach dem Kurs können Sie diese Bücher zu Hause mit einfachen Mitteln nacharbeiten.

Bitte mitbringen: Lineal oder Geodreieck, Schere, Bleistift, Klebstift. Material (ca.15 Euro für beide Bücher).


Info Koptische Bindung:
Der Name dieser Bindung stammt von den Gebetsbüchern der koptischen Mönche, die in dieser Technik gebunden wurden. Eine Besonderheit der leimlosen koptischen Bindung ist, dass der Buchdeckel ebenfalls durch das Verschlingen des Heftfadens mit den Blättern verbunden wird. Dadurch lässt sich das Buch flach aufschlagen und eignet sich besonders auch als Skizzenbuch. Die Heftung ist am Buchrücken und in den Buchdeckeln außen sichtbar. Mit der Koptischen Bindung können sowohl Lagen als auch einzelne Blätter gebunden werden.

Info Asiatische Buchbindetechniken:
Die traditionelle japanische Buchform und ihre verschiedenen Bindetechniken entstanden nach chinesischem Vorbild. Die älteste Buchform war die Schriftrolle, bestehend aus gerollten Streifen aus Papier und Seide. Diese Buchform hielt sich ca. 1000 Jahre nach ihrer Erfindung. In der Heian-Periode (794-1185) entwickelte sich noch eine andere Buchform, wie z. B. das Leporello, das aufgrund seiner Schlichtheit gern für buddhistische Texte, die Kalligrafie oder Malerei verwendet wurde.
Die Entwicklung des Buchdrucks war immer eng verbunden mit der Entwicklung der Bindetechniken. Die weltweit ältesten gedruckten Dokumente entstanden im 8. Jahrhundert in japanischen Klöstern.
Im Laufe der Jahrhunderte verdrängten neue Technologien und die Übernahme der westlichen Buchherstellungsverfahren die alten traditionellen Buchformen und ihre Bindetechniken.
Zu finden sind sie heute nur noch in limitierten Auflagen, hergestellt von Künstlern und Buchliebhabern, die dieses alte traditionelle Handwerk erhalten und weitergeben.
Im Kurs erlernen sie eine dieser historischen japanischen Bindetechniken (asa-no-ha-toji).

Vita
Meisterprüfung im Buchbinde- Handwerk an der HWK - Köln 1988
Aus und Weiterbildung zur Buch und Grafikrestauratorin
Selbständig in Karlsruhe seit 1995 im eigen Atelier
Auftragsarbeiten für Bibliotheken, Museen , Verbände, Privatpersonen
Teilnahme an verschiedenen Ausstellungen im Bund der Kunsthandwerker Baden Würtemberg
Lehraufträge an der Hochschule für Gestaltung- Karlsruhe, Universität - Landau
Stichting Restauratie Atelier Limburg (NL)
Individuell für Museen und Bibliotheken, Ausstellungsbegleitend
In ruhiger Atmosphäre gestalten Sie unter fachlicher Anleitung mit einem Doppeldraht ein individuelles filigranes Collier aus edlen Steinen und Perlen (in Standardlänge 45 cm). Sie haben ein großes Sortiment an natürlichen Materialien zur Auswahl. Wir verwenden ausschließlich Schließen in 925-Silber - vergoldet, mit edlen Steinen und Süßwasserzuchtperlen und einem hochwertigen deutschen Markenschmuckdraht 925 versilbert und 925-Silber vergoldet. Das Werkzeug wird zur Verfügung gestellt.

Neben den Kursgebühren fallen Materialkosten an: € 39,00 für Collier versilbert bzw. € 45,00 für Collier vergoldet.

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