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Veranstaltung "Online-Vortragsreihe: Citizen Science – Mein Beitrag zum Artenschutz" (Nr. D10401) wurde in den Warenkorb gelegt.

BD10401 Online-Vortragsreihe: Citizen Science – Mein Beitrag zum Artenschutz

Der globale, nationale und lokale Verlust an Biodiversität ist eines der drängendsten Probleme unserer Gesellschaft. Auch in Baden-Württemberg haben die Zahl und die Häufigkeit der im Land vorkommenden Arten stark abgenommen. In der Online-Vortragsreihe „Citizen Science – Mein Beitrag zum Artenschutz“ beleuchten Expert*innen von Oktober bis Dezember 2026 das Thema aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln:
Do, 08.10.2026, 18 Uhr: Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung der Bestäuberdiversität in Agrarlandschaften, Dr. Demetra Rakosy, Dr. Annette Herz, Thünen-Institut für Biodiversität
Do, 15.10.2026, 18 Uhr: Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gemeinsam erfassen, Nadine Hammerschmidt, Staatliches Naturkundemuseum Stuttgart, und Beatrice Kämpf, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
Do, 22.10.2026, 18 Uhr: Citizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und Observation.org, Alexander Franzen, Masterstudent Universität Göttingen
Do, 29.10.2026, 18 Uhr: Digitale Artensammlung in Baden-Württemberg, Petra Groß, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß, Ref. Umweltanwendungen, Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)
Do, 05.11.2026, 18 Uhr: Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus, Dr. Tobias Erik Reiners, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)
Do, 12.11.2026, 18 Uhr: Citizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum, Amelie Höcherl, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart
Do, 19.11.2026, 18 Uhr: Citizen Science: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen, Anna Klopstock, Universität Freiburg
Do, 26.11.2026, 18 Uhr: Flora incognita – mehr als Pflanzenbestimmung, Dr. Michael Rzanny, MPI für Biogeochemie, Forschungsgruppe „Biodiversität, Ökosysteme und Gesellschaft“
Do, 03.12.2026, 18 Uhr: Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und Naturschutz, Robert Pfeifle, Naturschutzbund Baden-Württemberg
Do, 10.12.2026, 18 Uhr: Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW, Roland Bischof, Projektkoordination FLOW, Deutscher Angelfischerverband e.V.

Eine Veranstaltung im Rahmen des Sonderprogramms zur Stärkung der biologischen Vielfalt in Baden-Württemberg, kostenfrei!
Format: Über eine Online-Plattform hält ein*e Referent*in einen Impulsvortrag. Anschließend folgt eine moderierte Diskussion unter Einbeziehung des Publikums. Die Veranstaltung wird via Livestream übertragen. Zuhörer*innen können über ein Fragetool Fragen stellen. Die
Veranstaltung wird aufgezeichnet (Teilnehmende sind nicht sichtbar).

Donnerstag, 08. Oktober 2026, 18 Uhr
Citizen Science im Biodiversitätsmonitoring: Erfassung der Bestäuberdiversität in
Agrarlandschaften
Dr. Demetra Rakosy, Dr. Annette Herz, Thünen-Institut für Biodiversität
Citizen Science stellt einen zunehmend bedeutenden Ansatz für das Monitoring der
biologischen Vielfalt dar, da sie die Erhebung großräumiger und langfristiger Datensätze
ermöglicht. Im Rahmen von MonViA (dem Monitoring der biologischen Vielfalt in
Agrarlandschaften) kommen Citizen-Science-Ansätze insbesondere bei der bundesweiten
Erfassung von Wildbienen sowie weiteren Insektengruppen in Agrarlandschaften zum
Einsatz. Dabei setzen die Projekte sowohl auf traditionelle Erfassungsmethoden als auch auf
neu entwickelte automatische Systeme. Die systematische Einbindung von Bürgerinnen und
Bürgern, die Anwendung standardisierter Erhebungsmethoden sowie die Umsetzung
geeigneter Validierungs- und Schulungskonzepte ermöglichen die Generierung einer
belastbaren Datengrundlage zum Zustand und zur Entwicklung von Wildbienen und anderen
Insekten in Agrarlandschaften sowie, in Kombination mit Landnutzungs- und
Landschaftsdaten, die Identifikation der Faktoren, die ihre Bestände beeinflussen.
Gleichzeitig fördern die vorgestellten Citizen-Science-Projekte den Wissenstransfer und die
gesellschaftliche Sensibilisierung für Biodiversitätsverluste in Agrarlandschaften. Die
gewonnenen Erkenntnisse leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zur
evidenzbasierten Politikberatung im Bereich des Biodiversitätsschutzes und der nachhaltigen
Agrarpolitik.
Dr. Demetra Rakosy promovierte an der Universität Wien zur Bestäubungsökologie von
wildbienenbestäubten Orchideen. Danach war Sie am Helmholz-Zentrum für
Umweltforschung tätig, mit Schwerpunkt auf den Einfluss von Landnutzungsänderung auf
Pflanzen-Bestäuber Interaktionen in Europa. Seit 2024 leitet sie am Thünen Institut für
Biodiversität, Braunschweig, die AG Wildbienen-Monitoring in Agrarlandschaften.
Dr. Annette Herz promovierte in Forstentomologie zur Bedeutung von natürlichen
Gegenspielern bei der Regulierung von Forstschädlingen. Sie ist seit mehr als 25 Jahren,
aktuell leitend im Bereich „Nützlinge und funktionelle Biodiversität“ am Institut für
biologischen Pflanzenschutz des Julius Kühn-Institutes (Standort Dossenheim) tätig.
Forschungsschwerpunkte sind die Charakterisierung, Förderung und Verwendung von
Nützlingen im Biologischen Pflanzenschutz mit dem Fokus auf den hymenopteren
Parasitoiden und den Schwebfliegen, die Ausarbeitung von agrarökologischen Methoden zur
ihrer Förderung und Entwicklung von Verfahren zum Einsatz von Nützlingen gegen invasive
und neuartige Schädlinge. Seit 2026 ist sie Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für
allgemeine und angewandte Entomologie.

Donnerstag, 15. Oktober 2026, 18 Uhr
Jeder Fund zählt – Amphibien und Reptilien in Baden-Württemberg gemeinsam
erfassen
Nadine Hammerschmidt, Staatliches Naturkundemuseum Stuttgart, und Beatrice Kämpf,
Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg
Seit April 2014 koordinieren das Staatliche Museum für Naturkunde Stuttgart und die
Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) gemeinsam die „Landesweite
Artenkartierung – Amphibien und Reptilien“ in Baden-Württemberg, unterstützt von
Naturschutzverbänden und zahlreichen ehrenamtlichen Kartiererinnen und Kartierern. Ziel
des Projekts ist die systematische Erfassung der Verbreitung von Amphibien- und
Reptilienarten in einem landesweiten 5 × 5 km-Raster. Im Fokus stehen insbesondere Arten
der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, für die regelmäßig Daten zum Erhaltungszustand an die
Europäische Union berichtet werden müssen; seit 2025 werden zusätzlich Begleitarten
systematisch berücksichtigt. Alle Beobachtungen werden über ein Online-Portal gemeldet
und bilden eine wichtige Grundlage für Naturschutz, Planung und Biodiversitätsforschung in
Baden-Württemberg.
Nadine Hammerschmidt studierte Biologie an der Uni Hohenheim, danach freie Mitarbeit
bei Gutachterbüros, Diplomarbeit über Mauereidechsen bei Büro Lauffer in Offenburg,
Volontariat am SMNS-Herpetologie, seit 2014 LAK Projektkoordinatorin am SMNS.
Beatrice Kämpf studierte Master Biodiversität und Umweltbildung an der Pädagogischen
Hochschule in Karlsruhe, Forschungsprojekt Neotene Teichmolche. Weiterhin studentische
Mitarbeit bei Gutachterbüros. Seit August 2023 bei der LUBW im Sachgebiet 25.1
Artenschutz – zuständig für LAK Amphibien und Reptilien, Libellen und Invasive Arten

Donnerstag, 22. Oktober 2026, 18 Uhr
Citizen Science für die Biodiversität: iNaturalist und Observation.org
Alexander Franzen, Masterstudent Universität Göttingen
Die internationalen Citizen-Science-Plattformen iNaturalist und Observation.org haben sich
in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Instrument zur digitalen Erfassung der
globalen Biodiversität entwickelt. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Funktion beider
Plattformen, die Verwendung mobiler Apps und das Potenzial KI-gestützter Bestimmung.
Chancen, Grenzen und mögliche Anwendungen beider Plattformen in Forschung,
Naturschutz und Bildung werden diskutiert.
Alexander Franzen studiert aktuell im Master-Programm Biodiversity: Ecology, Evolution &
Conservation an der Georg-August-Universität Göttingen. Neben dem Studium beteiligt er
sich an verschiedenen Rote Listen- und Atlas-Projekten und engagiert sich als
ehrenamtlicher Validator bei Observation.org. Seine Master-Arbeit beschäftigt sich mit den
Effekten von Klima- und Landnutzungswandel auf die Biodiversität in der Steppe
Kasachstans.

Donnerstag, 29. Oktober 2026, 18 Uhr
Digitale Artensammlung in Baden-Württemberg
Petra Groß, Ref. Artenschutz und Iris Leichtweiß, Ref. Umweltanwendungen, Landesanstalt
für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW)
Seit 2013 besteht die Möglichkeit, Beobachtungen von Tieren aus Baden-Württemberg
einfach und unkompliziert über die „Meldeplattformen“ der Naturschutzverwaltung zu
übermitteln und somit einen wertvollen Beitrag zur Naturforschung und zum Naturschutz zu
leisten. Für welche Arten welcher Datenschatz über die Jahre aufgebaut wurde und welche
technischen Entwicklungen und Funktionen hierfür zur Verfügung stehen, wird vorgestellt.
Petra Groß: Die Biologin ist seit 2012 bei der LUBW tätig und beschäftigt sich u.a. mit den
Schwerpunkt Öffentlichkeitsarbeit im Referat Artenschutz, Landschaftsplanung. Die fachliche
Betreuung der Meldeplattformen ist dabei ein Bestandteil ihrer Tätigkeit.
Iris Leichtweiß: Als Diplom-Kauffrau mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik ist Frau
Leichtweiß nach verschiedenen Stationen in der Softwareindustrie seit 2021 als
Projektleiterin in der LUBW Umweltinformatik tätig und steuert Projekte zu Umweltportalen
und der Meine Umwelt App, bei beiden Auftritten ist die Artenmeldeplattform integraler
Bestandteil.

Donnerstag, 05. November 2026, 18 Uhr
Aktueller Stand des Ehrenamtlichen Vogelmonitorings in Deutschland und Baden-
Württemberg - Von der Vogelbeobachtung zum Trend und darüber hinaus
Dr. Tobias Erik Reiners, Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA)
Das ehrenamtliche Vogelmonitoring in Deutschland bildet eine zentrale Säule für die
Erfassung von Bestandsentwicklungen, die Bewertung des Zustands der biologischen Vielfalt
und die Erfüllung nationaler wie internationaler Berichtspflichten im Naturschutz. Der
Dachverband Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA) koordiniert hierzu ein bundesweit
einzigartiges, mehrstufiges Monitoring-System, das systematische Erfassungsprogramme
mit großskaligen Citizen-Science-Daten verknüpft. Kernprogramme sind das Monitoring
häufiger Brutvögel (MhB), seltener Brutvögel (MsB), rastender Wasservögel (MrW) sowie der
Brutvogelatlas ADEBAR. Ergänzt werden diese durch das Vogelmonitoring in
Schutzgebieten (VM-S) und durch Gelegenheitsbeobachtungen über die Meldeplattform
ornitho.de, die inzwischen mehr als 107 Millionen Beobachtungen von über 60.000
registrierten Nutzerinnen und Nutzern umfasst. Insgesamt engagieren sich mehrere tausend
Ehrenamtliche bundesweit in standardisierten Monitoringsprogrammen.
Dr. Tobias Erik Reiners ist seit 2024 hauptamtlicher Vorstandsvorsitzender des
Dachverbands Deutscher Avifaunisten e.V. (DDA). Der promovierte Biologe war vor seiner
Tätigkeit beim DDA 13 Jahre lang als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Senckenberg
Forschungsinstitut in der Abteilung Fließgewässerökologie und Naturschutz tätig. Dort
befasste er sich unter anderem mit der Naturschutzgenetik von Feldhamster, Luchs,
Wildkatze, Wolf und Braunbär. Ehrenamtlich engagiert sich Dr. Reiners seit seinem Studium
in der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON), deren
ehrenamtlicher Vorsitzender er von 2019 bis 2024 war.

Donnerstag, 12. November 2026, 18 Uhr
Citizen Scientists im Mittelpunkt der Erforschung von Tapinoma magnum
Amelie Höcherl, Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart
Wie gelangte eine mediterrane Ameisenart in die Gärten Baden-Württembergs? Die Große
Drüsenameise wurde wahrscheinlich in der Erde von Topfpflanzen importiert und ist
mittlerweile weit verbreitet, möglicherweise begünstigt durch ein wärmeres und trockeneres
Klima. Mit ihren riesigen Superkolonien kann sie die Biodiversität und menschliche
Infrastrukturen beeinträchtigen. Im Tapinoma-Forschungsprojekt überprüfen wir diese
Hypothesen durch eine Zusammenarbeit zwischen Bürger*innen, Wissenschaftler*innen und
Pädagog*innen. Ein Beispiel, wie Citizen Science dazu beiträgt, drängende Umweltprobleme
zu verstehen.
Amelie Höcherl hat Biologie an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München studiert
und im Anschluss eine Doktorarbeit über parasitoide Wespen begonnen. In dieser Zeit hatte
sie erste Berührungspunkte mit Citizen Scientists, die in meiner Forschung eine wichtige
Rolle spielen. Seit 2023 arbeitet sie am Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart, unter
anderem im Tapinoma-Projekt, vor allem in der Kommunikation, Pressearbeit und in den
Citizen Science-Projekten.

Donnerstag, 19. November 2026, 18 Uhr
Citizen Science: Monitoring von Wildbienen und Wespen in Nisthilfen
Anna Klopstock, Universität Freiburg
Im Projekt GolfBiodivers wurde die Biodiversität auf Golfanlagen untersucht und durch
gezielte Aufwertungsmaßnahmen gefördert. Ein Citizen-Science-Ansatz band Freiwillige
ausgewählter Anlagen ein, die Wildbienen und Wespen in Nisthilfen beobachteten. Die
Nisthilfen enthielten Röhren, in denen die Tiere ihre Nester mit Brutzellen anlegten. Jede:r
Freiwillige betreute eine Nisthilfe und dokumentierte über die Saison standardisiert anhand
von Fotos und Zählungen, wie viele Brutzellen sichtbar waren und welche Arten oder
Artengruppen die Nisthilfe nutzten. Nach einer Einführung unterstützte die App iDLogics bei
der Erkennung typischer Nistmerkmale und ausgewählter Zielarten. Ziel war eine möglichst
nicht-tödliche Bestimmung: Statt Nisthilfen abzubauen und im Labor auszubrüten, sollte die
Bestimmung soweit möglich im Feld erfolgen. Auch wenn eine Artbestimmung nicht immer
anhand von Fotos möglich ist, lieferte das Monitoring wichtige Hinweise zu Besiedlung,
Brutaktivität und Zusammensetzung der Artengruppen. Untersucht wurden Wissenszuwachs
und ob sich durch Aufwertung im Vergleich zu Kontrollflächen mehr Arten und mehr
Brutzellen etablierten.
Anna Klopstock erforschte in ihrem Lehramtsstudium an der FAU bei Dr. Jürgen Schmidl
die Ökologie und Diversität von Arthropoden. Außerdem war sie in der Botanischen
Sammlung des Botanischen Gartens in Erlangen tätig. Anschließend arbeitete sie an der
ALU Naturschutz und Landschaftsökologie, seit 2023 bei Prof. Dr. Alexandra Klein.

Donnerstag, 26. November 2026, 18 Uhr
Flora incognita – mehr als Pflanzenbestimmung
Dr. Michael Rzanny, MPI für Biogeochemie, Forschungsgruppe „Biodiversität, Ökosysteme
und Gesellschaft“
Mit Flora Incognita können mehr als 30.000 Pflanzen- und Pilzarten automatisch bestimmt
werden - kostenlos und werbefrei. Aber die App kann noch mehr! In diesem Vortrag erfahren
Sie, wie die App funktioniert, lernen Tipps und Tricks für eine genauere Bestimmung und
bekommen Einblicke in die Forschungsarbeiten, die für die Entwicklung der App nötig waren
und lernen welche wissenschaftlichen Fragestellungen, dank der Beobachtungsdaten von
uns nun beantwortet werden können.
Dr. Michael Rzanny erlangte sein Diplom in Biologie an der Friedrich Schiller-Universität
Jena (Botanik und Ökologie), er arbeitete 2012 Forschungsprojekt zur Biodiversität in
Tiefland-Buchenwäldern TU Dresden. 2014 folgte die Promotion an der FSU Jena, seit 2014
ist er Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in der Forschungsgruppe
„Biodiversität, Ökosysteme und Gesellschaft“ unter der Leitung von Dr. Jana Wäldchen.
Donnerstag, 03. Dezember 2026, 18 Uhr
Citizen Science: Bürgerwissenschaften im Arten- und Naturschutz
Robert Pfeifle, Naturschutzbund Baden-Württemberg
Citizen Science Projekte können durch flächendeckendes Monitoring einen Beitrag zur
Datenerhebung im Arten- und Naturschutz liefern. Über die wissenschaftliche Erkenntnis
hinaus stärkt die aktive Beteiligung der Bevölkerung das gesellschaftliche Bewusstsein für
die biologische Vielfalt und fördert den direkten Schutz von Lebensräumen. Der Vortrag zeigt
anhand aktueller Beispiele auf, wie Citizen Science Projekte Trends oder Entwicklungen
dokumentieren und wertvolle Daten für die Forschung sammeln können.
Robert Pfeifle ist Mitarbeiter beim NABU-Landesverband Baden-Württemberg und konnte
im Zuge des bundesweiten Mopsfledermaus-Monitorings mit Citizen Science-Daten den
Schutz und die Förderung der Art in Baden-Württemberg voranbringen. Neben seinem
Hauptinteresse für Fledermäuse hat er im Jahr 2022 mit NABU naturgucker die Citizen
Science-Meldeaktion zur Nosferatu-Spinne etabliert. Als stellvertretender Geschäftsführer
der Arbeitsgemeinschaft Fledermausschutz Baden-Württemberg e.V. setzt sich Robert Pfeifle
für die Ausbildung ehrenamtlicher Fledermausschützer ein und kartiert selbst Fledermäuse,
Dungkäfer und totholzbewohnende Käfer.

Donnerstag, 10. Dezember 2026, 18 Uhr
Monitoring kleiner Fließgewässer am Beispiel des Bürgerforschungsprojektes FLOW
Roland Bischof, Projektkoordination FLOW, Deutscher Angelfischerverband e.V.
Die Fließgewässer in Deutschland erstrecken sich insgesamt über eine Länge von mehr als
1/2 Mio. Kilometer, von diesen wird derzeit aber nur ca. ein Drittel durch offizielles Monitoring
erfasst. Dieses konzentriert sich vorrangig auf größere Flüsse wie Elbe, Rhein und Donau,
die entsprechend der EU-Wasserrahmenrichtlinie intensiv auf ihren ökologischen und
chemischen Zustand untersucht werden. Für die meisten Bäche fehlen diese Informationen
jedoch. Hier setzt das Citizen-Science Projekt FLOW an. In FLOW beobachten und erfassen
Gruppen geschulter Ehrenamtlicher bundesweit mit standardisierten Methoden die
Gewässerstruktur und die Makrozoobenthos-Gemeinschaft in kleinen Bächen. Indem sie
diese wertvollen Daten erfassen, leisten Bürgerforschende einen wichtigen Beitrag zur
Beurteilung der Gewässergüte und schaffen ein Bewusstsein hinsichtlich der Bedeutung und
der Gefährdung kleiner Fließgewässer.
Roland Bischof studierte Biologie an der Universität Jena, arbeitete im Planungsbüro und
am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung sowie in Monitoringprojekten des Verbandes für
Agrarforschung und Bildung, 2017-2024 , zuerst an der Universität Jena, seit 2025 als
Projektkoordinator für den Deutschen Angelfischerverband e.V.

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Termine zum diesen Kurs
Datum Uhrzeit Ort
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08.10.2026
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18:00 - 19:30 Uhr
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15.10.2026
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18:00 - 19:30 Uhr
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22.10.2026
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18:00 - 19:30 Uhr
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29.10.2026
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05.11.2026
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18:00 - 19:30 Uhr
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Datum:
12.11.2026
Uhrzeit:
18:00 - 19:30 Uhr
Wo:
Online-Vortrag
Datum:
19.11.2026
Uhrzeit:
18:00 - 19:30 Uhr
Wo:
Online-Vortrag
Datum:
26.11.2026
Uhrzeit:
18:00 - 19:30 Uhr
Wo:
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Datum:
03.12.2026
Uhrzeit:
18:00 - 19:30 Uhr
Wo:
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Datum:
10.12.2026
Uhrzeit:
18:00 - 19:30 Uhr
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